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In der westlichen Naturkosmetik werden regelmäßige neue Pflanzen, Samen und andere Naturprodukte entdeckt, die in anderen Kulturen der Welt bereits seit Jahren Bestand haben. In diesem Jahr könnte die Pflanze Jiaogulan zum neuen Trend werden. In China ist das „Unsterblichkeitskraut“, wie es dort auch genannt wird, seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt.

Was ist Jiaogulan und wofür kann man es verwenden?

Jiaogulan ist eine Pflanzenart, die der Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse zugeordnet werden kann. Das kleine Kraut wächst ähnlich wie eine Kürbispflanze am Boden entlang und kann dort Längen von bis zu acht Metern erreichen. Jiaogulan ist vor allem in Fernost, besonders in den Ländern China, Taiwan, Indien, Thailand und Süd- sowie Nordkorea bekannt und auch als Heilpflanze beliebt. Dort wird das Kraut zumeist verwendet, um einen wohlschmeckenden und heilenden Tee zuzubereiten. Mehr Informationen über die Pflanze gibt es auf jiaogulan.eu.

Im Gegensatz zu den im asiatischen Raum üblichen Grün- und Schwarzteesorten enthält der Jiaogulan-Tee keine anregenden Inhaltsstoffe. Deswegen eignet er sich als Tee, den man den ganzen Tag über trinken kann. In China verwendet man die frischen Blätter außerdem auch so, wie man hierzulande Spinat verwendet – oder man gibt sie frisch zu einem Salat hinzu. Der Pflanze werden in China umfassende Heilwirkungen zugeschrieben. Unter anderem soll sie den Blutzucker senken, entgiften und sogar gegen Krebs helfen.

Seit wann gibt es Jiaogulan in Deutschland?

Jiaogulan ist in Deutschland noch recht unbekannt, könnte aber schon bald Einzug in die Warenhäuser halten. Derzeit erhält man Jiaogulan am besten im Internet beim Fachhandel. Die Pflanze gilt als empfindlich und ist im europäischen Raum nur schwer anzubauen. Sie bevorzugt schattige Höhenlagen und das typische fernöstliche Klima. Deswegen wird Jiaogulan, wenn es hierzulande angeboten wird, in der Regel importiert.

Da die Pflanze in den asiatischen Anbaugebieten in der Regel nicht extrem industriell – also unter anderem mit Verzicht auf Pestizide und Erntemaschinen – angebaut wird, kommt das dem europäischen Verbraucher zugute: Er erhält im Fachhandel die Pflanze in Spitzenqualität. Die Trocknung der Pflanze braucht Geduld. Der Tradition nach sind zur ordnungsgemäßen Trocknung neun verschiedene Schritte notwendig. Insgesamt kann der Trocknungsprozess der Pflanze somit bis zu 36 Stunden dauern.

Teekenner wissen: Wie die Pflanze getrocknet wurde, hat einen erheblichen Einfluss auf den späteren Geschmack beim Aufbrühen. Wenn die Pflanzenteile für den Tee von höchster Qualität sind, genügen einige wenige lose Blätter im kochenden Wasser, um ein intensives und wohlschmeckendes Getränk zuzubereiten. Der Geschmack erinnert leicht an süße Lakritze und wird als sehr einzigartig und unverwechselbar beschrieben. Es wird nicht lange dauern, bis auch der europäische Konsument auf diesen Geschmack kommen wird. Dann wird das Unsterblichkeitskraut buchstäblich in aller Munde sein.