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Immer mal wieder ändern sich die Expertenmeinungen zu der Frage, wie viel Kaffee gesund sei. Eine Weile lang hieß es, Kaffee gehöre zu den ‚schädlichen‘ Lebensmitteln und sollte bestenfalls gar nicht oder wenn dann nur entkoffeiniert getrunken werden. Neuerdings werden wieder Stimmen laut, die den Kaffeekonsum als gesund loben. Dieser Artikel erklärt, wie Kaffee auf den Körper wirkt und ab wann der Konsum wirklich bedenklich wird.

Wie wirkt sich Kaffeekonsum auf den Körper aus?

Zunächst kann mit einem allgemein bekannten Vorurteil aufgeräumt werden: Kaffee entwässert nicht. Das liegt schon ganz allein daran, dass Kaffee – egal wie er gebrüht wird – fast ausschließlich aus Wasser besteht und daher nüchtern betrachtet eine Flüssigkeit wie jede andere darstellt. Es stimmt: Kaffee hat einen harntreibenden Effekt und regt die Verdauung an. Der Gang zur Toilette nach dem Konsum von Kaffee wird aber vermutlich eher durch die Menge an zugenommener Flüssigkeit ausgelöst als durch den Kaffee an sich.

Der wirksamste Bestandteil im Kaffee ist das Koffein. Das wirkt auf jeden Menschen anders. Einige Menschen sind beispielsweise koffeinempfindlich. Für sie kann schon eine Tasse Kaffee zu unangenehmen Nebenwirkungen wie Nervosität, Zittern oder Schwitzen führen. Die Symptome sind ähnlich denen einer anfangenden Panikattacke – weswegen Menschen, die so empfindlich auf das Koffein reagieren, den Kaffee in der Regel meiden. Der Körper kann aber auch eine Toleranz gegen das Koffein aufbauen.

Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, brauchen daher mehr von dem Getränk, um den gleichen wachmachenden Effekt zu erzielen. Ab einer gewissen Anzahl an Vieltrinkern im Haushalt oder in der Firma lohnt sich ein hochwertiger Kaffeevollautomat, der die Zubereitung von gutem Kaffee deutlich vereinfacht. Die Wirkung des Koffeins tritt etwa 15 bis 30 Minuten nach dem Konsum des Getränks ein und kann je nach Toleranz bis zu vier Stunden lang andauern.

Die Konsumenten fühlen sich in dieser Zeit wacher, konzentrierter und haben einen höheren Blutdruck sowie Herzschlag. Deswegen sollte man auch mindestens vier Stunden vor dem Schlafengehen keinen Kaffee mehr trinken.

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Ist viel Kaffee ungesund?

Früher ging man davon aus, dass hoher Kaffeekonsum schlecht für die Gesundheit ist. Das hing größtenteils mit einem Fehlschluss zusammen. Da die meisten Kaffeekonsumenten auch Raucher waren, brachte man viele negative Effekte des Rauchens fälschlicherweise mit dem Kaffeekonsum zusammen. Heute weiß man: Selbst wer regelmäßig Kaffee trinkt, lebt nicht ungesund. Erst ab ausgesprochen hohen Dosen wird das Koffein gefährlich.

Die meisten Menschen werden allerdings Schwierigkeiten haben, in so kurzer Zeit überhaupt so viel Kaffee trinken zu können, um einen ernsthaft gesundheitsgefährdenden Effekt auszulösen. Ob Kaffee jedoch gesund ist, da gehen die Expertenmeinungen teils stark auseinander. Mehrere Studien liefern Hinweise darauf, dass Kaffee verschieden Krankheitsrisiken reduzieren soll, beispielsweise das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine internationale Studie aus dem Jahr 2017 hat sogar feststellen wollen, dass Kaffee das Krebsrisiko senken kann.

Wirklich gesichert sind all diese Befunde nicht, da die Einflüsse des Kaffees und die von Umweltfaktoren schwer zu trennen sind. Nur eine Feststellung hält sich bis heute wacker: Einen wirklich negativen Effekt hat Kaffee auf den Durchschnittsmenschen nicht, sofern er das Koffein gut verträgt. Wer an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidet oder schwanger ist, sollte den Kaffeekonsum aber trotzdem vorsichtshalber mit einem Arzt absprechen, vor allem wenn er regelmäßig trinkt.

Wie verträglich Kaffee ist, hängt vor allem von der Sorte und der Zubereitungsart ab

Viele Menschen klagen darüber, sie würden Kaffee „nicht vertragen“. Dabei handelt es sich meist um eine Fehleinschätzung, die anhand einer wirklich schlecht gebrühten Tasse getroffen wurde. Die meisten Kaffeepulversorten, die man bei uns im Supermarkt kaufen kann, müsste man äußerst schonend zubereiten, damit sie wohlschmeckend und gleichzeitig bekömmlich sind. Kaffee sollte am besten frischgemahlen zubereitet werden, um seinen vollen Geschmack und seine Wirkung entfalten zu können.

Deswegen haben Kaffeevollautomaten meist ein integriertes Mahlwerk, dass die Bohnen direkt vor jeder Zubereitung zermahlt und den Kaffee dann frisch aufbrüht. So vergehen optimalerweise zwischen Mahl- und Brühvorgang nur wenige Sekunden und der Kaffee ist im hohen Maße wohlschmeckend und bekömmlich. Natürlich kann sich ein jeder seinen Kaffee so zubereiten, wie er ihn gern möchte. Fakt ist aber, dass Kaffeepulver aus dem Supermarkt, gebrüht in einer herkömmlichen Filtermaschine, deutlich mehr auf den Magen schlagen kann als ein frisch gemahlener und schonend zubereiteter Kaffee aus dem Vollautomaten.

Wer also schon einmal dem Kaffee abgeschworen hat, weil er sich nach einer Tasse sehr unwohl fühlte, sollte dem Getränk noch einmal eine Chance geben. Der Grund: Die Bitterstoffe im Kaffee greifen die Magenschleimhaut an. Das kann bei Menschen mit empfindlichen Mägen zu Magenschmerzen und Übelkeit führen. Je nach Sorte und Brühmethode gehen unterschiedlich viele Bitterstoffe in das Getränk ein.

Eine Tasse kann so sehr unterschiedlich ausfallen. Wer sich nicht sicher ist, ob Kaffee wirklich das Getränk seiner Wahl ist, der sollte eine Tasse in einem richtig guten Kaffeehaus probieren. Schmeckt sie ihm dort besser als woanders, ist die Sache klar: Hier kommt kein billiger Kaffee aus der Filtermaschine mehr in die Tüte!