19. Mai 2024

Kann ein Boxspringbett gegen Rückenschmerzen helfen?

Mit einem Anteil der Betroffenen von rund 30 Prozent gehören Rückenschmerzen zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden in Deutschland. Die Wahl des richtigen Bettes kann ein wichtiger Faktor bei der Linderung von Rückenschmerzen sein. Besonders gut sind dafür Boxspringbetten geeignet.

Was ist ein Boxspringbett?

Ein Boxspringbett zeichnet sich durch einen dreiteiligen Aufbau aus Untergestell, Matratze und Topper aus. Das gefederte Untergestell – der Boxspring, dem dieser Bettentyp seinen Namen verdankt – bildet die Basis. Bei der Federung handelt es sich üblicherweise um einen Federkern oder Taschenfederkern aus Bonellfedern oder Tonnentaschenfedern. Der Kern ist in einen massiven Holzrahmen eingefasst, der auf Füßen steht, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Eine ausführliche Beratung erhalten Sie übrigens jederzeit bei den Betten- & Schlafsysteme Experten.

Vorteile des Boxsprings gegenüber dem Lattenrost

Der Boxspring bietet Ihnen im direkten Vergleich mit dem Lattenrost einen entscheidenden Vorteil. Er unterstützt die Bereiche am besten, auf denen das höchste Gewicht lastet. Das ist in normaler Liegeposition die Mitte des Bettes, wo der untere Rumpf aufliegt. Beim Lattenrost ist die unterstützende Wirkung hier bauartbedingt geringer. Die Latten sind in den Randbereichen eher unnachgiebig und in der Mitte eher nachgiebig.

Zusammenspiel von Boxspring, Matratze und Topper

Die gute unterstützende Wirkung des Boxsprings lässt sich durch die Wahl der passenden Matratze noch optimieren. Aus diesem Grund ist es ratsam, beim Kauf immer ein Modell zu wählen, das vom Hersteller für das jeweilige Boxspring vorgesehen oder empfohlen wird. Dabei kann es sich wie beim Boxspring selbst um eine Ausführung mit Bonell- oder Taschenfederkern handeln. Es können aber auch Kaltschaummatratzen, Matratzen aus Viscoschaum oder Latexmatratzen sein. Wichtig ist, dass die unterstützenden Eigenschaften gut aufeinander abgestimmt sind. Der Topper, also die oberste und dünnste Lage des Betts, übernimmt dann zusätzlich die Funktion der Feinjustierung bei der Lagerung und Ausrichtung des Körpers.

Die Auswirkung auf den Rücken

Durch das Zusammenspiel von optimaler Unterstützung und Lagerung des Körpers entsteht im Idealfall eine natürliche Ausrichtung der Wirbelsäule in Rücken- oder Seitenlage. In der Phase des Tiefschlafs können sich Muskeln, die tagsüber durch Fehlbelastungen verkrampfen und Schmerzen auslösen, völlig entspannen. Achten Sie beim Kauf eines Boxspringbetts auf jeden Fall darauf, dass die zugehörige Matratze nicht zu weich für Sie ist. Sonst sinkt die schwere Körperpartie im Bereich der Lendenwirbelsäule trotz an sich optimaler Unterstützung zu stark ein. Im schlimmsten Fall kann eine zu weiche Matratze die Rückenbeschwerden verstärken, statt sie zu lindern.

Das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Härtegrads ist ihr eigenes Körpergewicht. Sie können sich an der folgenden Übersicht orientieren:

  • Härtegrad H1: bis ca. 50 kg (sehr weiche Matratze)
  • Härtegrad H2: bis ca. 70 kg (weiche Matratze)
  • Härtegrad H3: bis ca. 100 kg (mittelharte Matratze)
  • Härtegrad H4: ab ca. 100 kg (harte Matratze)

Matratzen mit dem noch höheren Härtegrad H5 werden eher selten angeboten. Sie sind für Menschen ab ca. 120 kg geeignet und oft unter der Bezeichnung „ultrahart“ zu finden.

Zusammenfassung

Der Boxspring in Boxspringbetten fördert mit seinem gleichmäßigen Aufbau eine optimale Unterstützung des Körpers. Matratzen und Topper sollten immer auf den Boxspring abgestimmt sein. Wenn alles zusammenpasst, kommt es beim Schlaf zur einer Entkrampfung und Tiefenentspannung der Rückenmuskulatur. Keinesfalls darf die Matratze zu weich für Ihr Körpergewicht sein.

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