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In einigen Branchen werden Personalabteilungen mit Bewerbungen regelrecht überflutet. Dann greifen sie sehr gern auf das Mittel der formlosen Bewerbung zurück. Die Bewerber bringt das nicht selten ins Schwitzen: Formlos? Da kann man ja alles falsch machen! Wer jedoch einige wenige Punkte beachtet, muss bei der formlosen Bewerbung keine Panik bekommen.

Was gehört in eine formlose Bewerbung?

Wie schon gesagt: Wenn ein Unternehmen nach einer formlosen Bewerbung fragt, rechnet es womöglich mit einer Vielzahl an Bewerbungen. Dann wünschen sich die Personaler, dass sie sich nicht durch dicke Bewerbungsmappen mit einer Fülle an Urkunden und Arbeitszeugnissen wühlen müssen. Eine formlose Bewerbung sollte also so kompakt wie möglich gehalten werden. Mehr als ein kurzes Anschreiben und ein tabellarischer Lebenslauf, der maximal zwei Seiten füllt, sollte nicht beigefügt werden.

Eine alte Bewerberregel ist durch die Frage nach Formlosigkeit außer Kraft gesetzt: Es muss nicht zu jedem Punkt im Lebenslauf ein entsprechender Nachweis beigefügt werden. Vielmehr verhält es sich so, dass die Personaler nach einer Sichtung aller Bewerbungsunterlagen die entsprechenden Nachweise gegebenenfalls nachfordern.

Sie nutzen die formlosen Bewerbungen, um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen und gegebenenfalls eine Vorauswahl treffen zu können. Mehr Informationen darüber, wie eine formlose Bewerbung aufgebaut sein kann, gibt es auf: insti.de/bewerbung/formlose-bewerbung

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Das Anschreiben in einer formlosen Bewerbung

Formlosigkeit sollte nicht mit Unordnung verwechselt werden. Natürlich sollten sowohl Anschreiben als auch Lebenslauf bei einer formlosen Bewerbung gewissen Standards genügen. Ein ordentlich formatiertes Blatt mit Briefkopf, Betreffzeile etc. ist in jedem Fall unerlässlich. Aus den genannten Gründen kann es nicht schaden, insbesondere das Anschreiben bei einer formlosen Bewerbung extrem kurz zu halten.

Das fällt vielen Bewerbern schwer, da sie natürlich gern ihre unbedingte Motivation für die Stelle begründen möchten. Ein großer Textblock, womöglich noch in einer kleinen Schriftart, wird aber bei der expliziten Frage nach formlosen Bewerbung vermutlich dazu führen, dass der Personaler die Bewerbung sofort aussortiert. Er wollte durch seine Anfrage schließlich Zeit sparen.

Was ist ein Kurzprofil?

Eine elegante Möglichkeit, den Ansprüchen einer formlosen Bewerbung zu genügen, ist die Erstellung eines Kurzprofils. Dieses wird meistens als „dritte Seite“ oder als Deckblatt zu Anschreiben und Lebenslauf beigelegt. Das Kurzprofil enthält bestenfalls eine äußerst knappe Zusammenfassung der wichtigsten Fähigkeiten des Bewerbers sowie seine Kontaktdaten. Damit macht man insbesondere gestressten Arbeitgebern eine Freude.

Das Anfertigen eines Kurzprofils ist für eine formlose Bewerbung ein cleverer Schachzug: Weil es in Sekundenschnelle einen guten Überblick über alle relevanten Fakten zum Bewerber gibt, erhöht es die Wahrscheinlichkeit, auf einem Vorauswahl-Stapel zu landen. Unternehmer schätzen diese Form auch, weil sie sich sehr leicht herumreichen lässt, um andere Mitarbeiter des Unternehmens ebenfalls einen kurzen Blick auf die Bewerbung werfen zu lassen. Es sollte bei einer formlosen Bewerbung auf jeden Fall dabei sein.