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Musiker wissen: Klavierspielen ist wie Pokerspielen – einfach zu lernen, sehr schwer zu meistern. Eine kleine Melodie oder ein paar wenige Akkorde können Neulinge bereits in einigen Wochen erlernen. Ein richtiges Stück oder gar eine schöne Improvisation ist jedoch große Kunst. Dieser Artikel zeigt, mit welcher Methode man die schnellsten Fortschritte macht.

Der Trend: Klavierspielen lernen per App

Das Problem vieler Einsteiger ist beim Klavierspielen zunächst – so blöd es klingt – ein fehlendes Klavier. Echte Klaviere oder gar Flügel sind eine sehr teure und auch sperrige Angelegenheit. Selbst einfache Keyboards, die oftmals von Anfängern als Klavier-Ersatz genutzt werden, sind in guter Qualität schon recht teuer. Einfacher ist da das Lernen des Klavierspiels per App. Laut Erfahrungen des Klavierexperten sind Klavier-Apps wie Flowkey gut geeignet, um das Klavierspiel zu erlernen, denn sie verfügen über verschiedene technische Besonderheiten, die ein Keyboard beispielsweise nicht leisten kann.

So kann eine App etwa „mithören“ und einen angespielten Song erkennen. Sie ermöglicht auch, auf einer virtuellen Tastatur anzuzeigen, welche Tasten gedrückt werden müssen – etwa für einen schönen Dreiklang. Das Lernen des Klavierspiels per App ist vor allem für Menschen geeignet, die visuell und akustisch lernen. Ihnen fällt das Lernen dank der grafischen Oberfläche oft sehr viel leichter, als wenn sie die Grundlagen von einem Lehrer erklärt bekommen würden oder sie in einem Buch nachlesen. Ob und wie man am besten lernt, findet man bestenfalls heraus, bevor man viel Geld für einen Klavierlehrer oder entsprechende Kurse bezahlt.

Bin ich musikalisch?

Viele Menschen fragen sich bei der Überlegung, ein Instrument zu erlernen, ob sie überhaupt dafür geeignet sind. Es gilt unter Psychologen weitgehend als Mythos, dass Musikalität vererbt wird und einige Menschen grundlegend musikalisch sind und andere nicht. Die Wahrheit ist: Ein Instrument kann jeder erlernen, es fällt nur nicht jedem gleich leicht und es ist nicht für jeden die gleiche Methode geeignet. In jedem Fall lohnt es sich, mit der musikalischen Erziehung möglichst frühzeitig zu beginnen. Kinder, die schon in sehr jungen Jahren lernen, Melodien mitzusingen, haben es später sehr viel leichter, etwa Noten herauszuhören.

Sie entwickeln außerdem eine intrinsische Freude an der Beschäftigung mit Musik, die ein Leben lang als Lernmotivation bleiben kann. Ob ein Mensch als „musikalisch“ gilt oder nicht ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Ein Beispiel: Manche Menschen können hervorragend Melodien heraushören und sogar komponieren, müssen sich aber wahnsinnig konzentrieren, wenn sie einen einfachen Takt mitklopfen möchten. Anderen wiederum fällt das Rhythmische sehr leicht – allein das Gespür für eine echte Harmonie fehlt. Wer im Alter noch ein Instrument lernen möchte, wird es ein wenig schwerer haben.

Es lohnt sich jedoch, mit verschiedenen Methoden den eigenen Lerntyp kennenzulernen. Dann gelingt das Vorhaben sehr viel leichter!