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Eine Partnerschaft zwischen zwei Menschen ist immer mit Herausforderungen und Problemen verbunden. In der Art der Konfliktbewältigung liegt häufig das Geheimnis einer langen, glücklichen Beziehung. Gelingt keine sinnvolle und lösungsorientierte Konfliktbewältigung, schlagen Probleme in der Partnerschaft schnell in Frustration, manchmal sogar in Gewalt um. Spätestens dann ist es unerlässlich, Strategien zur Lösung von partnerschaftlichen Konflikten zu erlernen.

So zeigen sich Konflikte in Beziehungen

Dass zwei Menschen sich nicht immer einig sind oder unterschiedliche Auffassungen vertreten, ist ganz natürlich. Aus solchen Situationen heraus können Konflikte entstehen, die sich je nach Persönlichkeit und Verhaltensmuster der Partner unterschiedlich zeigen. Einige Paare tragen in einer hitzigen Diskussion einen Streit aus und einigen sich anschließend auf einen Kompromiss. Andere Personen vermeiden kritische Situationen und neigen zu einer Verdrängung der vorhandenen Probleme. Das führt langfristig meistens zu Frustration. Im schlimmsten Fall kommt es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme sind nicht nur Frauen Opfer solcher Übergriffe durch ihren Partner. Hilfe ist auch dann nötig, wenn Männer zu Opfern häuslicher Gewalt werden und diese Gewaltspirale durchbrechen möchten.

Strategien zur Konfliktlösung in Partnerschaften

Gesprächsbereitschaft und Offenheit sind die Basis der Problemlösung in Beziehungen. Hierbei ist es wichtig, dass beide Partner ihre Probleme und Bedürfnisse kennen und klar benennen können. Dabei sollten jedoch keine Vorwürfe gemacht, sondern lediglich Verletzungen und Enttäuschungen benannt werden. Gemeinsam kann dann nach Lösungen gesucht werden. Hierzu spielt die Kompromissbereitschaft eine wichtige Rolle. Gehen beide Partner ein Stück aufeinander zu, werden am Ende beide mit der erarbeiteten Lösung zufrieden sein. Hilfreich ist es häufig auch, wichtige Gespräche an einem neutralen Ort zu führen.

Das kann bei einer Tasse Kaffee in einem nahegelegenen Café oder bei einem Spaziergang an der frischen Luft erfolgen. Sollten sich die Gemüter bei einem Streitgespräch stark erhitzt haben, ist eine Pause sinnvoll. Mit beruhigtem Gemüt lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt deutlich effizienter eine Lösung finden.

Konfliktauslöser

Haben sich Probleme in der Beziehung bereits tief in den Alltag eingeschlichen und sind lange nicht angesprochen worden, ist neutraler Rat manchmal sinnvoll. Paartherapeuten helfen Paaren immer dann, wenn diese selbstständig keine Lösung für ihre Probleme finden. Die Rolle des neutralen Vermittlers kann bei kleineren Problemen selbstverständlich auch eine Vertrauensperson aus dem sozialen Umfeld übernehmen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass diese Person diplomatisch vorgeht und sich beide Seiten genau anhört. Häufige Konfliktauslöser in Beziehungen sind eine als zu gering wahrgenommene Wertschätzung, das Gefühl von eingeschränkter Freiheit und Eifersucht.

All diese Probleme lassen sich mit etwas Arbeit und der Bereitschaft zu Veränderungen und Kompromissen jedoch in den meisten Fällen lösen. Das Ergebnis ist dann eine glücklichere und solidere Beziehung mit individuellen Entfaltungsmöglichkeiten beider Partner und einer deutlich gezeigten Wertschätzung des anderen. Opfer von häuslicher Gewalt finden zum Beispiel beim Weißen Ring e.V. oder beim Hilfetelefon des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben anonyme Ersthilfe.