© fotolia.com - New Africa

Im Gegensatz zum Volksglauben entstehen Erkältungen und andere Erkrankungen der Atemwege nicht primär durch Kälte. Es handelt sich um Infektionskrankheiten, die durch übertragene Krankheitserreger ausgelöst werden. Damit die Krankheit ausbricht, braucht es allerdings auch eine Umgebung, in denen sich die Erreger gut ausbreiten können. Eine solche Umgebung kann beispielsweise auch durch trockene Raumluft, wie sie häufig im Winter in beheizten Räumen auftritt, entstehen. Dieser Text zeigt, wie Raumluftbefeuchter dem entgegenwirken können.

Wann ist die Luft im Raum zu trocken?

Ob und inwiefern die Raumluft zu trocken ist, lässt sich kaum pauschal sagen. Fakt ist, dass vor allem Altbauwohnungen, die in der Regel schlecht gedämmt sind und deswegen konstant beheizt werden müssen, sehr häufig über eine zu trockene Raumluft verfügen – insbesondere in den kalten Monaten des Jahres. Das wird besonders dramatisch, wenn die Räume zudem nicht oft genug gelüftet werden. Erste Anzeichen für eine trockene Raumluft kann man an sich selbst spüren.

Wer länger trockener Heizungsluft ausgesetzt ist, der hat es früher oder später mit trockenen Schleimhäuten, Juckreiz an der Haut und den Augen oder Kopfschmerzen zu tun. Falls diese Symptome eintreten, sollte man über die Anschaffung eines Raumluftbefeuchters nachdenken. Aber auch hier gibt es große Unterschiede bei den Geräten. Nicht jeder Befeuchter eignet sich für jeden Raum. Einen umfassenden Überblick über die Kriterien, die beim Kauf eine Rolle spielen können, gibt es hier: https://www.diffuser.de/luftbefeuchter-vergleich/

Wie entstehen Erkrankungen durch zu trockene Raumluft?

Eigentlich hat unser Atmungssystem eingebaute Schutzmechanismen, die gefährliche Erreger wie beispielsweise Erkältungsviren draußen halten. Bei der Nase heißen die Härchen, die vor diesen Erregern schützen sollen, Zilien. Wenn die Nasenschleimhaut austrocknet, beeinträchtigt das die Bewegungstätigkeit dieser Zilien. Ihre Schutzfunktion lässt nach. Das bedeutet, dass der Erreger leichter eindringen und letztendlich auch länger dort überleben kann.

Man wird also nicht von der trockenen Luft per se krank, sondern schafft damit nur eine Umgebung innerhalb des Körpers, in der Bakterien und Viren sich besser ausbreiten können. Gleiches gilt für Kälte: Dass man mit nassen Haaren nicht an die kalte Luft gehen sollte, weil man sonst eine Erkältung riskiert, ist ein häufig wiederholter Mythos. Vielmehr reduziert die Kälte die Aktivität des Immunsystems, womit sich Krankheitserreger wiederum besser ausbreiten können.

Dean Drobot/123RF.COM

So kann beispielsweise eine Bahnfahrt, bei der Erreger leicht übertragen werden können, deutlich ‚gefährlicher‘ werden, wenn es draußen kalt ist oder man sich anschließend direkt in ein hochgeheiztes Büro mit äußerst trockener Raumluft begibt. Eine gutes Raumklima kann also effektiv dazu beitragen, die natürlichen Schutzfunktionen unseres Körpers aufrecht zu erhalten. Leider gehen viele Menschen dazu über, das Raumklima mit selbstgemachten Mitteln wie einer Wasserschale auf der Heizung verbessern zu wollen.

Das ist nicht zu empfehlen, da stehendes Wasser selbst wiederum Keime bilden kann, die sich über die Verdampfung im Raum verteilen können. Raumluftbefeuchter verdampfen das hinzugefügte Wasser auf eine andere Art, die deutlich weniger anfällig für die Keimübertragung ist. Außerdem reizen sie mit kleineren Wasserbehältern dazu an, die Flüssigkeit öfter auszuwechseln. Damit können sie die Raumluft effektiver und gesünder feucht halten – und gerade im Winter dazu beitragen, dass der Körper sich gegen Erkältungskrankheiten wehren kann.