PRP Behandlung
© 123rf.com - gstockstudio

Wenn es um die eigene Schönheit geht, sind Menschen bereit, eine ganze Menge zu tun: komplette Ernährungsumstellung, tägliche Workouts bis hin zu kleinen und großen operativen Eingriffen. Dabei verfügt unser Körper über erstaunliche Selbstheilungskräfte, die nach und nach immer besser erforscht werden.

Mit der Eigenbluttherapie setzt sich aktuell eine Methode durch, die einige Besonderheiten unseres ureigenen Lebenssaftes dafür nutzt, altersbedingte Problemzonen zu behandeln. Die Therapie, die auch PRP Behandlung (von „platelet rich plasma“, deutsch: plättchenreiches Plasma) genannt wird, verspricht große Erfolge mit sehr geringen Eingriffen und gänzlich ohne synthetische Kosmetikprodukte. Was steckt dahinter?

Die Kräfte des Blutes

Die Eigenbluttherapie beruht auf der Erkenntnis, dass das körpereigene Blut Stoffe beinhaltet, die natürliche Wachstums- und Verjüngungseffekte bei Haut und Haaren auslösen können. Dafür muss aus dem Blut das wertvolle Blutplasma gewonnen werden.

Menschen, die häufig zum Blutspenden gehen, kennen dieses Prozedere: Blutplasma wird in der Medizin viel gebraucht, weswegen viele Spender gar nicht ihr „Vollblut“ abgeben, sondern nur eine kleine Menge davon einem Labor überlassen, was wiederum daraus das Plasma gewinnt. Unser Blut besteht zu etwa 55 Prozent aus Blutplasma. Die restlichen Bestandteile sind Blutzellen und einige andere Stoffwechselprodukte.

Um das Plasma zu gewinnen, wird das Blut zunächst mit einem Gerinnungshemmer an seiner natürlichen Festwerdung gehindert. Dann wird das Blut in eine Zentrifuge gegeben, die flüssigen Plasmabestandteile werden also ‚herausgeschleudert‘.

Übrig bleibt das oft gelbliche Blutplasma, dass eine deutlich höhere Konzentration von Proteinen aufweist und darüber hinaus Trägerstoff zahlreicher körpereigener Substanzen ist, die den Organismus insbesondere bei Wachstums- und Heilungsprozessen unterstützen. Genau deswegen ist PRP Therapie gerade für kosmetische Zwecke interessant.

Wie kann eine PRP Behandlung bei Haarausfall helfen?

Die Eigenbluttherapie wird bei einer Vielzahl kosmetischer Anwendungen eingesetzt. Als besonders wirksam erweist sie sich bei Haarausfall und Haartransplantationen. Blutplasma enthält neben vielen anderen Stoffen auch eine hohe Konzentration des körpereigenen Strukturproteins Kollagen, dass für das Wachstum von Haut, Haaren, Nägeln und Knochen verantwortlich ist.

Insbesondere bei Haartransplantationen ist ein stabiles und schnelles Zellwachstum wünschenswert, damit die Haare wieder voll und natürlich aussehen. Hierzu wird bei der Eigenbluttherapie eine kleine Menge Blut (10 – 12 ml) abgenommen. Anschließend wird aus dieser Probe das Blutplasma gewonnen. Das erzeugte Präparat wird anschließend unter die Haut gespritzt.

Dadurch, dass plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Körper gewonnen wurde, lassen sich übliche Komplikationen, die bei solchen Behandlungen auftreten können, gänzlich ausschließen. Ein Test auf eine eventuelle Allergie entfällt beispielsweise vollständig.

Deswegen ist die PRP Behandlung auch besonders für Menschen geeignet, die bei sonstigen kosmetischen Behandlungen Unverträglichkeiten befürchten müssen. Die meisten PRP Therapie Erfahrungen sind daher überaus positiv, was sich bei weitem nicht über jede Behandlung von Haarausfall sagen lässt.

Wo kann man eine PRP Behandlung machen lassen?

Eine PRP Behandlung mit Elithairtransplant wird beispielsweise an den Standorten Berlin, Düsseldorf und München angeboten. Durchgeführt werden die Behandlungen in der Regel ambulant und ohne großen Zeitaufwand in modernen Kliniken. Voraussetzung für eine seriöse Behandlung ist ein geschultes Fachpersonal und die entsprechende Medizintechnik. Allein das zentrifugale Gewinnen des Blutplasmas aus einer Blutprobe erfordert nicht nur die nötigen Geräte sondern auch fachmännische Expertise.

PRP Behandlung für Frauen und Männer

Die Behandlungsmethode wird aber nicht nur bei Haarausfall eingesetzt, der statistisch gesehen häufiger Männer trifft. Auch für Frauen ist die Methode interessant. Wenn sie zum Beispiel zur Faltenbehandlung eingesetzt wird, nennt sich die PRP Behandlung auch ‚Vampir Lifting‘.

Die Funktionsweise ähnelt der Behandlung von Haarausfall: Eine kleine Menge gewonnenes Blutplasma wird minimalinvasiv unter die Haut gespritzt, um die natürlichen Heil- und Wachstumsprozesse der Haut zu stimulieren. In der Vergangenheit kam Kollagen bereits in verschiedensten Produkten auf dem Kosmetikmarkt zur Anwendung, beispielsweise in Pillen und Cremes. Hierfür wurde es meist aus tierischem Blut gewonnen.

Auch wenn es sich für die meisten Menschen als unproblematisch herausstellte, waren Kollagen-Produkte nicht unumstritten. Die Behandlung mit Eigenblut verspricht eine deutlich größere Verträglichkeit und kommt zudem ohne weitere Zusatzstoffe aus, die wiederum Gefahr laufen, allergische Reaktionen zu provozieren.

Behandlungsdauer und -umfang sowie Vorsorge und Nachsorge bei PRP Behandlungen

Eine PRP Behandlung mit dem eigenen Blut benötigt kaum große Vorbereitung und nur ein klein wenig Pflege. Behandlungen mit Eigenblut werden von Anbietern meist in ganzen Behandlungspaketen von bis zu sechs Terminen in regelmäßigen Abständen verkauft. Da es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt, werden die Behandlungskosten in der Regel nicht von einer Krankenkasse übernommen.

Deswegen kann sich ein Vergleich verschiedener Angebote durchaus lohnen. Die Sitzungen werden ambulant durchgeführt und sind in der Regel in etwa 30 Minuten vorüber. Eine besondere Nachbehandlung benötigt der Eingriff nicht, Patienten sollten lediglich die entsprechenden Stellen auf der Haut kurz nach der Behandlung vor übermäßiger UV-Strahlung schützen.

Da die Behandlung mit Eigenblut vor allem die Selbstheilungskräfte aktiviert, müssen die Injektionen nicht konstant durchgeführt werden. Der Effekt ist auch mit wenigen Sitzungen nachhaltig sichtbar. Zudem hat die Behandlung mit Eigenblut den Vorteil, auch die Wundheilung zu beschleunigen. So verschwinden zum Beispiel Narben, die bei einer Haartransplantation aufgetreten sind, durch die Behandlung mit Blutplasma schneller.

Für wen eignet sich eine PRP Behandlung?

Eigenbluttherapien sind für alle Menschen interessant, die mit kosmetischen Problemen zu kämpfen haben und diese ohne große Eingriffe oder fremde Zusatzstoffe in Angriff nehmen möchten. PRP Behandlungen eignen sich daher besonders für Allergiker oder Menschen, die mit verschiedenen Unverträglichkeiten zu kämpfen haben.

Auch sonst sehr schwer zu behandelnde kosmetische Fälle wie etwa der bei Männern gefürchtete kreisrunde Haarausfall lassen sich mit PRP effektiv angehen. Bei Frauen wird die Methode vor allem wegen ihres geringen Zeitaufwands und ihrem sichtbar verjüngenden und faltenglättenden Effekt geschätzt.

Der einzige Nachteil einer Behandlung mit Eigenblut ist derzeit lediglich, dass eine Kostenübernahme seitens der Krankenkassen weitgehend ausgeschlossen ist und die Methode bisher nur in einigen wenigen Großstädten angeboten wird. Wer jedoch auf der Suche nach einer verträglichen und zudem effektiven Möglichkeit ist, Falten, Narben oder Haarausfall zu behandeln, sollte PRP eine Chance geben.