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Wer einmal Reiten war merkt schnell, dass es sich dabei um weit mehr als bloße Fortbewegung handelt. Pferdefreunde begreifen ihr Lieblingshobby nicht als Sport, sondern beschreiben das Reiten mitunter als meditativ, läuternd, einzigartig. Dieser Artikel widmet sich der Schönheit des Reitens und zeigt, wie Interessierte damit anfangen können.

Reiten: Ein Pferd und das richtige Zubehör finden

Bevor man sich auf die Suche nach einer Pferdekoppel und einem Reitlehrer macht, sollte man sich über das passende Equipment informieren. Denn: Sowohl der Reiter als auch das Pferd müssen für einen Ritt gut gerüstet sein. Ein Beispiel: Die passende Pferdedecke schützt das Pferd vor Nässe und sorgt dafür, dass der Körper des Tieres bei Regen nicht auskühlt. Der Reiter wiederum braucht die richtigen Schuhe, bestenfalls einen Reithelm. Für die ersten Schritte genügt auch ein Fahrradhelm, allerdings sieht man mit diesem weit weniger elegant beim Reiten aus. Ist das passende Zubehör gefunden, kann man sich auf die Suche nach einer Pferdekoppel in der Nähe und einem Reitlehrer machen.

Beides lässt sich in Deutschland meist recht unproblematisch finden. Pferdekoppeln gibt es in großen Städten meist am Rand, kleinere Orte und Dörfer haben sie häufig fest in ihre Landwirtschaft integriert. Aber: Nicht an jedem Pferdehof werden Reitstunden gegeben. Lernen sollte man das Reiten nur von einem professionellen Reitlehrer. Beim falschen Umgang mit dem Pferd kann nämlich nicht nur der Reiter selbst leiden. Auch das Tier verlangt einen gewissen Respekt und fühlt sich schnell unwohl, wenn es schlecht behandelt wird. Eine gute Pferdekoppel und einen fähigen Reitlehrer erkennt man daran, dass die Tiere allzeit entspannt und ausgeruht wirken, sowie gesund und kräftig aussehen. Das bedeutet, dass sie gut ernährt sind, viel Auslauf bekommen und gegenüber Menschen keine Scheu haben.

Warum so viele Menschen das Reiten lieben

Nach einigen Reitstunden ist es so weit: Man kann nun auch ohne Begleitung ausreiten und ist mit dem Pferd völlig allein. Diesen Moment beschreiben viele frischgebackene Reiter als sehr wichtig, denn hier lernen sie zum ersten Mal die ganze Schönheit des Reitens kennen: Das völlige Verschmelzen mit dem Tier und der Natur. Pferde lieben es, wenn sie sich bewegen können. Aber sie sind keine Hunde: Sie befolgen nicht blind Befehlen, weil sie diese eben so gelernt haben. Pferde fordern auch etwas vom Reiter ein, sie verlangen einen respektvollen Umgang. Nach längerer Zeit kann sich zwischen Ross und Reiter eine rechte Beziehung entwickeln. Das Pferd erkennt seine Lieblingsperson wieder, reagiert schnell und sensibel auf Stimmungen des Gegenübers.

Irgendwann können beide blind miteinander kommunizieren – eine Form der Vertrautheit, die viele als einzigartig beschreiben, weil sie unter Menschen immer schwieriger wird.