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Lange Zeit hatten Frauen zum Fasching oder Karneval nicht allzu viel Spielraum bezüglich ihrer Verkleidung. Es galt das eiserne Motto: Schick oder sexy. Entweder versuchte man sich also im abgedroschenen Sexy-Hexe-Outfit oder zog sich ein Prinzessinnen-Ballkleid über. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Dieser Text zeigt, welche Kostümideen auch außerhalb der ehemaligen Erfolgsformel in dieser Saison funktionieren.

Zeitreise: Retro-Chic ist der Trend für die Saison 2018/19

In fast sämtlichen kulturellen Segmenten erreicht uns derzeit eine Retro-Welle, die auch vor Kostümierungen nicht halt macht. Besonders angesagt sind derzeit Kostüme, die die wilde Zeit der 20er-Jahre imitieren. Die Kleider dieser Generation schaffen einen einzigartigen Spagat zwischen dezent reizvoll und elegant, der in heutiger Mode nur noch selten zu sehen ist. Vielleicht sind sie auch deswegen so beliebt?

Vor allem auffällige Accessoires wie Federn und Tüllstoff schmücken die oft knappen Cocktailkleider, mit denen Frauen in den 20er-Jahren ausgegangen sind. Heute ist dieser schöne Retro-Chic garantiert ein Hingucker und angenehmer zu tragen, als die noch kurz vor den 20er-Jahren durchaus üblichen Korsette. Aus diesem Grund führt heute auch jeder gut sortierte Faschingshop die besondere Mode aus dieser Zeit als opulente Verkleidung für den Karneval oder die Mottoparty.

Auch die auffällige Mode der 50er- und 60er-Jahre ist auf Faschingspartys wieder gern gesehen. Hier kommen vor allem kurze, einfarbige Kleider mit großen Mustern, insbesondere Punkten, zum Einsatz. Je näher man den 1960er-Jahren kommt, desto relevanter werden auch Blumenmuster, die bereits die darauffolgende stilistische Explosion der Flower-Power-Bewegung vorwegnehmen.

Optimalerweise ergänzt man diesen Look mit einer farbenkräftigen Perücke. Ein eleganter Kompromiss zwischen knallig und elegant ist selbstverständlich auch der Marilyn-Monroe-Look: Langes weißes Kleid, blonde Locken und roter Lippenstift.

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Darf‘s ein bisschen Neon sein? 80er- und 90er-Looks

Auch die 80er- und 90er-Jahre sind definitiv wieder aufgenommen im Kreis der machbaren Stile und werden deswegen auch in der aktuellen Karnevalssaison ganz sicher eine große Rolle spielen. Wichtig für einen authentischen Look aus diesen Jahrzehnten: Knallige Neonfarben und Übertreibungen, wo immer es geht. Extremes Makeup, Haarspray und auffälliger Schmuck sind ein guter Anfang.

Die Klamotten müssen vor allem eng sitzen und am besten regelrecht leuchten. Apropos leuchten: Für den größtmöglichen Effekt empfiehlt es sich, am besten selbst ein Licht zu sein. Das klappt zum Beispiel hervorragend über Knicklichter Armbänder, die locker über einen ganzen Abend in kräftigen Farben durchleuchten können.

Tragen, worauf man Lust hat

Die Zeiten, in denen Frauen auf Kostümpartys einen komplizierten Spagat zwischen auffälligem, einzigartigen Kostüm und reizvoller Sexyness probieren müssen, sind spätestens dieses Jahr vorbei. Auf jeder Faschingsparty sollten Frauen vor allem solche Kostüme tragen, in denen sie sich absolut wohl fühlen. Nur dann wird die Party auch wirklich ein Spaß – denn wer sich in seiner Verkleidung nicht wohl fühlt, bringt diesen Eindruck auch mit Sicherheit so rüber.