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Wer über einen eigenen Garten verfügt, erfreut sich dabei auch gerne an einem gesunden und gepflegten Rasen. Doch so simpel das Thema Rasenpflege für viele auch klingen mag, so schwierig gestaltet es sich oft in der Realität.

Einfach einen Rasenmäher kaufen? Damit ist das Thema nämlich noch lange nicht erledigt. Zahlreiche Rasenflächen weisen mit der Zeit immer mehr Lücken auf, und sind zudem häufig von Moos oder Unkraut durchdrungen. Damit so etwas nicht passiert, und der Rasen im eigenen Garten optimal wachsen kann, sollten die folgenden Tipps beherzigt werden.

Den Boden vorbereiten

Bevor überhaupt ein Rasen angelegt wird, sollte der Boden gründlich vorbereitet sein. Ein eher lehmiger und schwerer Boden eignet sich zu diesem Zweck weniger, sodass man vor dem Aussähen des Rasens die oberen 10 bis 15 Zentimeter des Bodens etwas auflockern sollte, damit der Rasen gut durch die Erde durchwurzeln kann. Ansonsten sind feuchte Böden relativ anfällig gegenüber der Bildung von Moos, und bei trockenen Böden entstehen mit der Zeit Lücken, die einen perfekten Wachstumsort für Unkraut bieten.

Nachdem die alte Grasnarbe entfernt wurde, sollte eine fünf bis zehn Zentimeter dicke Schicht grober Bausand aufgetragen werden. Danach gilt es, diesen Sand mit einer Motorhacke in den Oberboden einzuarbeiten. Außerdem ist es empfehlenswert, vor der Aussaat des Rasens einen Bodenaktivator (500 Gramm pro Quadratmeter) auszustreuen, der mit einer Harke flach in den Boden eingearbeitet wird. Erst hinterher sollte man die Fläche gründlichst einebnen, bevor der neue Rasen ausgesät wird.

Gutes Saatgut verwenden

Allgemein gilt, dass man etwa 20 bis 30 Euro für 100 Quadratmeter Rasensaatgut ausgeben soll. Bei allem, was preislich darunter liegt, handelt es sich meist um billige Rasenmischungen und Grassorten, die in erster Linie für möglichst hohen Ertrag gezüchtet werden, und nicht auf möglichst hohe Qualität von Rasenflächen. Billiges Saatgut führt früher oder später zu sehr stark wachsendem Rasen, was wiederum keine dichte Grasnarbe zur Folge hat.

In jedem Frühjahr düngen

Meistens bekommt ein Rasen gesundheitliche Probleme, wenn er nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Unterversorgter Rasen bildet Lücken in der Grasnarbe, die im Lauf der Zeit immer größer werden, und einen perfekten Nährboden für Unkraut und Moos bieten. Aus diesem Grund ist es von größter Wichtigkeit, den Rasen in jedem Frühjahr mit geeigneten Düngemittel zu versorgen. Bei der Verwendung von organischem Dünger muss erst nach zwei bis drei Monaten nachgedüngt werden, da diese Düngemittel ihre Nährstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg in kleinen Mengen abgeben.

Einmal die Woche mähen

Das regelmäßige Mähen ist für die langfristige Gesundheit und Pflege eines Rasens praktisch unabdingbar. Ein regelmäßig stattfindender Schnitt (beispielsweise mit einem elektro Rasentrimmer) sorgt für einen kompakten Rasen, und langfristig für eine dichtere Grasnarbe, da die Pflanzen auf diese Weise mehr Ausläufer bilden. Experten auf diesem Gebiet empfehlen, den Rasen vom Frühlingsanfang bis November ein Mal wöchentlich so stark zu mähen, dass maximal ein Drittel der Rasenmasse entfernt wird. In den Monaten Mai und Juni kann theoretisch auch zweimal gemäht werden, da Gras in diesen Monaten am stärksten wächst.