vmaslova/shutterstock.com

Stress ist ein weit verbreitetes Phänomen in unserer Gesellschaft und zieht sich vom Kinderzimmer bis hin zum Altenheim durch alle Altersklassen. Obwohl das subjektive Empfinden von Stress sehr unterschiedlich ausfallen kann, sind die Folgen meistens gleich: körperliche Symptome bis hin zu Burnout und Depression.

Körperliche Anzeichen von zu viel Stress

Während der menschliche Körper kurze Stressphasen in der Regel problemlos kompensiert, zeigt sich anhaltender Stress meistens auch durch körperliche Symptome. Anfänglich sind das häufig Gereiztheit, starke Müdigkeit oder innere Unruhe, ein verändertes Essverhalten, Verspannungen und Kopfschmerzen. Wird jetzt keine geeignete Maßnahme gegen den Stress getroffen, können sich die Symptome zu Augenmigräne, einer hohen Anfälligkeit für Infektionen durch ein geschwächtes Immunsystem, starke Müdigkeit und chronische Verspannungen ausweiten. Diese körperlichen Folgen von Stress schränken Betroffene in ihrem Alltag bereits ein und können Veränderungen bei der sozialen Interaktion, im Nachgehen von Hobbys und der Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz nach sich ziehen.

Wenn auch langfristig keine geeigneten Maßnahmen gegen Stress ergriffen oder gefunden werden, zeigen sich bei einigen Betroffenen massive psychische Folgen. Das Risiko für Depressionen und einen Burnout steigt durch anhaltenden Stress stark an. Diese psychischen Erkrankungen haben weitreichende Folgen für Betroffene, denn sie können zur vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit und einem Rückzug aus dem Sozialleben führen. Im schlimmsten Fall führen diese Erkrankungen zu einem Suizid oder Suizidversuch.

Was tun gegen Stress im Alltag?

Da anhaltender Stress langfristig Auswirkungen auf die eigene Gesundheit haben kann, ist konsequentes Handeln bei den ersten Anzeichen gefragt. Idealerweise lässt sich der Auslöser von Stress aus dem eigenen Leben verbannen. Der Wechsel des Arbeitsplatzes, das Loslösen von Menschen mit negativem Einfluss oder die Änderung von ungesunden Gewohnheiten sorgen bestenfalls dafür, dass der Stress endet oder sich deutlich reduziert. Da das jedoch oft nicht möglich ist, helfen vor allem Entspannungstechniken gegen Alltagsstress. Yoga, Autogenes Training und Meditation bringen Entschleunigung und mehr Wohlbefinden. Wer bisher noch keine Erfahrungen mit diesen Techniken gesammelt hat, der kann sie vielerorts in Kursen erlernen.

Auch Sport ist oft ein hilfreiches Mittel zum Stressabbau. Hierbei erweisen sich vor allem Ausdauersportarten wie Walking, Laufen, Radfahren und Schwimmen als sehr effektiv. Ebenso sorgen kleine Auszeiten im Alltag für mehr Entspannung und Zufriedenheit. Das können die zelebrierte Tasse Tee oder Kaffee nach Feierabend, die halbe Stunde Lesezeit am Abend, das wohltuende Wannenbad nach einem anstrengenden Tag oder der gemütliche Spaziergang durch die Natur sein. Beim Waldbaden beispielsweise begünstigen die natürlichen Botenstoffe der Bäume das Wohlbefinden und die eigene Immunabwehr.

Wer vor allem durch soziale Interaktion Stress empfindet, der sollte Smartphone, Tablet und PC zeitweise einfach ausschalten und offline sein. Die dadurch gewonnene Zeit lässt sich optimal für eigene Hobbys, Entspannung und Sport nutzen, um im Alltag besser gegen Stress gewappnet zu sein.