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Für viele Frauen ist der Kauf eines BHs das Normalste der Welt. Sie kennen ihre Körbchengröße und greifen zuversichtlich zu. Dann folgt meist das böse Erwachen: Die Größen fallen alle unterschiedlich aus! Wie man einen wirklich gut passenden BH findet, zeigt dieser Artikel.

Wie ermittle ich meine BH-Größe?

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, die BH-Größe exakt zu ermitteln. Entscheidend für ein genaues Ergebnis ist präzises Messen und eine gute Berechnungsgrundlage. Für die BH-Größe benötigt man sowohl den Brustumfang als auch die Körbchengröße. Hat man beide Werte, kann man anhand einer BH-Größentabelle entscheiden, welche Größe die eigene ist. Solche Tabellen findet man im Internet – so kann man die BH-Größe online bei Hunkemöller berechnen. Zunächst der Brustumfang: Diesen ermittelt man, indem man ein Maßband unterhalb der Brust anlegt und einmal um den Rücken wickelt. Wichtig: Das Band muss direkt unterhalb der Brust anliegen und darf nicht zu eng gewickelt werden.

Anschließend misst man die Körbchengröße auf die gleiche Weise, nur dass diesmal das Maßband über den höchsten Punkt der Brust gelegt wird. Diese beiden Werte kreuzt man anschließend auf einer BH-Größentabelle. Ein Beispiel: Der Brustumfang (auch Unterbrustweite genannt) einer Frau beträgt 74 Zentimeter. Am höchsten Punkt der Brust zeigt das Maßband 90 Zentimeter. Diese Größe lässt sich vereinfachen auf die Formel 75D. Nach dieser Zahlen- und Buchstabenkombination sollte man also Ausschau halten, wenn man einen BH in der perfekten Größe sucht.

Warum fallen BH-Größen manchmal unterschiedlich aus?

Gleich vorweg: Ein großes Problem beim Messen der BH-Größe ist die Biologie der Frau. Die weibliche Brust ist nämlich nicht zu jedem Zeitpunkt gleich groß. Bei manchen Frauen schwellen die Brüste beispielsweise kurz vor der Periode leicht an. Wird hier gemessen, ist das Ergebnis leicht verfälscht – und die gekauften BHs könnten zu locker sitzen. Hormonelle Schwankungen können die Größe der Brust teils stark beeinflussen. So weiß man auch, dass nach einer Umstellung der Pille das Brustwachstum verändert sein kann. Es lohnt sich also, mehrere Messungen durchzuführen und daraus einen guten Mittelwert zu bilden.

Darüber hinaus unterliegen aber natürlich auch BHs modischen Trends und werden mal so, mal so geschnitten. Enge Schnitte und weite Schnitte gibt es durch alle Marken hinweg. Zudem ist auch die Form der Brüste entscheidend: Neigt das Gewebe zum Hängen, sind andere Trägerformen für die Frau komfortabler. Bei sehr straffem Gewebe hingegen können manche Passformen durchaus unangenehm sein. Mit der gut gemessenen BH-Größe hat man also nur einen Ausgangspunkt. Am Ende bleibt: Probieren geht über studieren! Wer die wirklich perfekte Passform finden will, muss einige BHs ausprobieren. Aber das ist ja schließlich auch der Spaß dabei.