DGLimages/shutterstock.com

Trockener Humor, Nachmittagstee und eine Queen, die Kult ist – Großbritannien ist im Trend. Neben köstlichem Gebäck, den berühmten Wachen vor dem Buckingham Palace und prestigeträchtigen Filmen bietet die Insel noch eigene Einrichtungsstile.

Welche Einrichtungsstile gibt es?

Rustikal und niveauvoll präsentiert sich der typisch britische Einrichtungsstil von zwei Seiten. Vom einfachen ländlichen Leben geprägt kennt man den typischen Cottagestil, die britischen Städte und die Geschichte Großbritanniens inspirieren zum Stadthausstil.

Stadthaus

Stilvoll und elegant findet sich der britische Landhausstil in dunklen, warmen Farbtönen und Materialien wie Samt und Seide. Gemütliche Esszimmerstühle stehen vor dem offenen Kamin, samtene Kissen thronen auf der seidenen Bettwäsche, an den Wänden finden sich gemusterte Tapeten in Rot- und Grüntönen. Liebevoll sind die Räume mit Antiquitäten dekoriert. Bei Möbeln wird auf Echtholz geachtet.

Kolonialstil

Hierbei kann man beim typischen Stadthausstil bleiben oder in die Richtung des Kolonialstils gehen. Bei diesem dürfen asiatisch angehauchtes Dekor und die bekannten Chesterfield-Möbel nicht fehlen. Auch Kissen im Chesterfield-Stil machen sich gut auf der Couch. Charakteristisch sind Möbel und Böden aus Holz, z.B. Mahagonie oder Teak. Um den Raum aufzuhellen, eignen sich Materialien wie Bambus und Baumwolle.

Cottage

Ländlich und naturnah zählt der Cottagestil helle Farben zu seinem Repertoire. Nuancen wie Weiß, Creme, Beige und Rosa haben ihren festen Platz wie andere seichte Pastellfarben. Naturbelassenes Holz und Baumwolle finden sich in Möbeln und Dekoration wieder. Geblümte Kissen und Decken auf beigen Sesseln warten auf den Tee um drei Uhr, der auf Tischen aus Rattan oder hellem Holz serviert wird. Vorhänge aus Leinen flattern leicht in der sommerlichen Brise, leinene Bettwäsche sieht nicht nur gut aus, sondern kann bei hohen Temperaturen eine Wohltat sein.

Welche Dekoration eignet sich?

So sehr man auf gute Qualität bei Möbeln und Materialien achtet, so bestimmt doch die Dekoration den Wohlfühlfaktor.

Tipps fĂĽr den Stadthausstil

  • Muster:

Ob Tapeten, Kissen, bezogene Hocker oder Blumentöpfe – die Briten mögen es wild. Klassische Karos, Paisley und geblümte Muster gehen immer und verleihen jeder Ecke ihren Glanz.

  • Kissen:

Stilvoll, aber gemĂĽtlich soll es sein. Kleine Kissen auf dem Sofa, den Sesseln, KĂĽchenstĂĽhlen und der Fensterbank leisten ihren Beitrag, sich ĂĽberall heimelig zu fĂĽhlen.

  • Bilderrahmen:

Idealerweise antik, zumindest nicht modern, sollten sich bei diesem Stil Fotos und Gemälde in alten Rahmen an der Wand finden. Zum Stöbern eignen sich neben Antiquariaten auch Flohmärkte und Haushaltsauflösungen.

  • Kolonialstil:

Exotische Dekoelemente wie asiatische Skulpturen oder der berĂĽchtigte Holzglobus passen zum Kolonialstil. Auch alte Truhen und antike FundstĂĽcke reihen sich in diesen Stil ein.

Tipps fĂĽr den Cottagestil

  • Stoffe:

Musterlose Vorhänge, florale Tischdeckchen und bestickte Kissen zaubern mit Materialien wie Baumwolle und Leinen schnell Behaglichkeit in die Wohnung. In hellen Farbnuancen oder verspielt geblümt zeigen sie große Wirkung.

  • Geschirr:

Alte Wandteller, die Geschichten erzählen oder Teetassen, die an Haken hängen, beweisen sich als Dekoration und können auch praktisch verwendet werden. Obstschalen aus Keramik, Saucieren von der lieben Großmutter oder alte Zucker- und Salzdosen sind hier weitere Inspirationen.

  • Nicht zu viel:

Der Cottagestil drückt sich vor allem durch seine Leichtigkeit aus. Mit Dekor überladene Räume passen hier nicht zu. Daher gilt: Weniger ist mehr.

Fazit

Welchen Stil man bevorzugt, bleibt einem selbst überlassen, doch Klasse und Eleganz strahlen beide Einrichtungsmöglichkeiten aus. Mit wenigen Kniffen und Tricks gelingt schnell die stimmig eingerichtete Wohnung, gegen die selbst die Queen höchstpersönlich nichts einzuwenden hätte.