20. Mai 2024

Wann Beweise für Untreue wichtig werden können

Das Fundament einer guten Beziehung ist Vertrauen. Nichts ist schlimmer in einer Partnerschaft als Misstrauen. Und das gilt für jede Art von Partnerschaft, ganz besonders aber in einer Ehe. Kommen Zweifel an der Treue des Partners auf, kann das schwerwiegende Auswirkungen haben. Denn Misstrauen bedeutet in höchstem Maße emotionalen Stress. Der misstrauische Partner leidet unter Angst, schwankt zwischen Enttäuschung und Hoffnung und der damit verbundenen Unsicherheit.

In jeder Äußerung, in jeder Geste des Partners wird ein Hinweis auf Untreue gesucht. Misstrauen ist eine schlechte Grundlage für Entscheidungen, insbesondere wenn es um die finanziellen Folgen einer Trennung geht. Die Zweifel müssen ausgeräumt werden. Anders als Freunde und Angehörige ist ein Privatdetektiv emotional nicht involviert. Ihm stehen Fachkenntnisse und Ressourcen zur Verfügung, mit denen er Untreue dokumentieren und Beweise sammeln kann. Die können zwar nicht mehr für eine Scheidung, wohl aber für die Durchsetzung von Ansprüchen relevant werden.

Das Verhalten spielt keine Rolle mehr

In Deutschland wurde 1977 das Verschuldensprinzip bei einer Scheidung durch das Zerrüttungsprinzip ersetzt. Stichhaltige Beweise, die das Fremdgehen nachweisen, sind nicht mehr nötig. Die Ehe muss nachweislich gescheitert sein und keine Aussicht auf die Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft bestehen. Wer die Schuld am Scheitern der Ehe trägt, interessiert den Richter nicht.

Das Zerrüttungsprinzip geht davon aus, dass eine Fortsetzung der Ehe dann keinen Sinn macht, wenn die Partner sich emotional entfremdet haben und es keine gemeinsame Basis mehr gibt. Das Verhalten der Partner während der Ehe spielt dabei keine Rolle. Die Beweislast für das Scheitern der Ehe liegt aber dennoch beim Antragsteller. Und Untreue ist durchaus ein Aspekt, der zur Zerrüttung einer Ehe geführt haben kann.

Wenn es um Geld und die Kinder geht

Wichtig werden Faktoren wie Untreue oder andere schwerwiegende Verhaltensweisen für das Gericht, wenn es ums Geld und die gemeinsamen Kinder aus einer Ehe geht. Wenn ein Ehepartner nachweisen kann, dass der andere ihn betrogen hat, kann das Auswirkungen auf den nachehelichen Unterhaltsanspruch haben. Die Unterhaltsleistungen können eingeschränkt oder sogar ganz verweigert werden. Grundsätzlich basiert das deutsche Scheidungsrecht auf der Zugewinngemeinschaft. Das heißt, das während der Ehe erworbene Vermögen wird zwischen den Ehepartnern aufgeteilt.

Wenn der betrogene Partner aber nachweisen kann, dass Vermögenswerte in die außereheliche Beziehung geflossen sind oder für den Liebhaber Geld ausgegeben wurde, kann das Auswirkungen auf die Verteilung des Vermögens haben. Hier können die von einem Detektiv gesammelten Beweise eine entscheidende Rolle spielen. Das gilt auch, wenn es um das Sorge- und Umgangsrecht für Kinder geht. So kann es die Entscheidung des Gerichts durchaus beeinflussen, wenn nachgewiesen werden kann, dass der untreue Partner möglicherweise das Wohl der Kinder gefährdet.

Prinzipiell werden die von einem Detektiv gesammelten Beweise vor Gericht zugelassen. Die Verwertbarkeit hängt aber davon ab, dass die Beweismittel rechtmäßig erworben und die Privatsphäre der beteiligten oder anderer Personen nicht verletzt wurden. Ein professioneller Detektiv weiß genau, was erlaubt ist und was nicht und wird niemals versuchen, mit illegalen oder unzulässigen Methoden an Beweise zu kommen. Nicht immer ist das Misstrauen eines Partners begründet. In jedem Fall ist es für die weitere Beziehung von Vorteil, wenn ein professioneller Detektiv die Zweifel ausräumt und für Klarheit sorgt.

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