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Hanfsamen gelten als die wertvollsten pflanzlichen Proteine ​​überhaupt. Was die Nuss- und Samenwelt angeht, sind Hanfsamen wie der Mannschaftskapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Schon wenige Löffel Hanfsamen enthalten eine große Menge essentieller Nährstoffe. Sie sind leicht zuzubereiten und wirklich lecker.

Die Samen verfügen über einen angenehm nussigen Geschmack, der wie eine Kreuzung aus Sonnenblumenkernen und Pinienkernen schmeckt. Dieser Artikel von www.sensoryseeds.de erklärt präzise, was beim Kauf und bei der Zubereitung dieser Samen zu beachten ist.

Macht das Essen von Hanf „high“?

Obwohl Hanf und Marihuana aus der gleichen Familie stammen – der Cannabis sativa – handelt es sich tatsächlich um völlig unterschiedliche Pflanzen. Es gibt ungefähr ein Dutzend Hanfpflanzensorten, die für Lebensmittel angebaut werden. Diese enthalten ungefähr 0,001 Prozent Tetrahydrocannabinol oder THC, dem wichtigsten psychoaktiven Bestandteil von Marihuana. Man kann also so viel Hanf essen, wie man will und muss sich keine Gedanken machen, „high“ zu werden oder einen Drogentest nicht zu bestehen. Obwohl viele Länder in den letzten Jahren damit begonnen haben, den Anbau von Industriehanf zu legalisieren, wurden die Hanfsamen, die man im Lebensmittelgeschäft oder Reformhaus findet wahrscheinlich in Kanada oder China angebaut.

Was man wissen muss

In Hanfpflanzen mit harten Samen wie braunes Popcornkern befinden sich weiche, weiße oder hellgrüne innere Kerne, die mit essentiellen Aminosäuren, Proteinen und Omega-3-Fettsäuren gefüllt sind. Aus den ungeschälten Samen kann man nicht sehr viel Nährwert herausziehen. Wenn man also im Geschäft eine Tüte mit der Aufschrift „Hanfsamen“ sieht, kauft man eigentlich diese weichen inneren Körner, die auch als Hanfherzen bekannt sind. Hanfherzen können gepresst werden, um Hanfsamenöl herzustellen. Dabei bleibt ein Nebenprodukt zurück, das in Hanfproteinpulver umgewandelt werden kann. Man findet diese Hanfprodukte in Reformhäusern oder in einem gut sortierten Lebensmittelgeschäft.

Wie man es isst

Geschälte Hanfsamen oder Hanfherzen zu sich zu nehmen ist so einfach, wie das Einstreuen eines oder zweier Löffel in Smoothies oder auf Müsli, Salate oder Joghurt. Wer unter einer Gluten-Empfindlichkeit leidet, kann Hanfsamen als Ersatz für Semmelbrösel verwenden, um Hühnchen oder Fisch damit zu überziehen. So wie man Mandeln und Wasser zu Mandelmilch mischen kann, ist das auch mit Hanfsamen für Hanfsamenmilch möglich. Dies ist als Alternative zu Milch in Getränken und Rezepten verwendbar. Und aufgrund ihres nussigen Geschmacks sind Hanfsamen ein ausgezeichneter Ersatz für Menschen mit Nussallergien. Man kann sie bei schwacher Hitze trockenrösten, um diesen Nussgeschmack noch stärker hervorzuheben.

Hanfsamenöl sollte jedoch primär als Abschlussöl und nicht als Koch- oder Bratöl verwendet werden. Die empfindlichen Omega-Fettsäuren werden nämlich dabei während des Kochvorgangs abgebaut und das Öl seiner ernährungsphysiologischen Werte beraubt. Man sollte es stattdessen für die Zubereitung von Salatsaucen nutzen oder um Nudeln, gegrilltes Gemüse beziehungsweise Popcorn zu beträufeln.

Für die Gesundheit

Hanfsamen werden seit langem als hochwertige Quelle für pflanzliches Protein und Omega-Fettsäuren geschätzt. Eine einzelne Portion Hanfsamen, etwa zwei gehäufte Esslöffel, liefert 10 Gramm Protein und 10 Gramm Omegas. Hanf enthält auch sämtliche neun essentiellen Aminosäuren, die der Mensch für die Ernährung benötigt, weil der Körper sie nicht auf natürliche Weise produziert. Hanfsamenöl, das aus gepressten Hanfsamen gewonnen wird, enthält die wichtigsten Fettsäuren aller Nuss- oder Samenöle. Von den drei wichtigsten Hanfprodukten auf dem Markt – Samen, Öl und Proteinpulver – bieten Hanfsamen das breiteste Spektrum an Nährstoffvorteilen pro Portion.

Die besten Kauftipps

Hanf ist reich an Omega-Fettsäuren, die leider dazu neigen, schnell zu verderben. Deshalb sollte man beim Kauf einer Tüte Hanfsamen darauf achten, dass diese Tüte blickdicht ist. Die Verpackung sollte völlig undurchsichtig sein. Denn sobald der Samen dem Licht ausgesetzt wird, ist es wahrscheinlicher, dass die Omegas schneller verderben und ranzig werden. Man sollte auch auf ein „verpackt am“ oder ein „Mindesthaltbarkeitsdatum“ auf der Verpackung achten und stets das frischeste Produkt kaufen, das man findet. Dies wird dazu beitragen, die Frische der Hanfsamen zu verlängern.

Wie man es lagert

Man sollte die Verpackung oder ihren Inhalt unmittelbar nach dem Öffnen in einen luftdichten Behälter legen. Man sollte ihn kühl lagern oder einfrieren, um die Haltbarkeit zu verlängern. Nach dem Öffnen man davon ausgehen, dass eine Tüte Hanfsamen im Kühlschrank oder Gefrierschrank etwa ein Jahr lang hält.