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Ob hohe Mietpreise in Großstädten, Übergangslösung nach einer Trennung oder Minimalismus, weil man die Freizeit lieber mit Reisen verbringt als in den eigenen vier Wänden – die Gründe, sich für eine kleine Wohnung zu entscheiden sind so vielfältig wie die Bewohner selbst. Kleine Wohnungen kommen groß raus. Architekten stellen sich beim Wohnbau bereits seit längerem auf die verstärkte Nachfrage ein.

Die Zahl der Singlehaushalte nimmt stetig zu, auf Komfort und stilvolle Lösungen verzichten wollen jedoch die wenigsten. Galt es vor einigen Jahren noch als Herausforderung, eine Wohnung zu finden die sowohl klein und leistbar als auch durchdacht ist, finden wir nun ein besseres Angebot. Andererseits sprangen auch die Möbelhersteller und Innenarchitekten auf den Trend auf und wir wohnen immer schöner auf immer weniger Raum. Sogar in winzigen Tinyhouses finden wir alles vor, was sonst in einer geräumigen Dreizimmerwohnung Platz fand.

Gib mir Licht!

Einer der wichtigsten Faktoren bei kleinen Wohnungen oder Häusern ist die Helligkeit. Große Fenster lassen den Raum genauso größer wirken wie auch helle Farben. So edel manchen eine graue oder rote Wand erscheint – lieber die Finger davon lassen. Steriles weiß in der ganzen Wohnung muss aber auch nicht sein. Im Gegenteil: farbige Akzente lockern auf und versprühen Lebensfreude. Accessoires dürfen in kräftigen Farben daherkommen. Praktisch ist das obendrein. Hat sich Frau nämlich sattgesehen am sommerlichen türkis und wünscht sich im Herbst wohlig warme Herbstfarben, ist das ruck zuck umdekoriert.

Platz en masse in luftigen Höhen

Wer eine klassische Altbauwohnung sein eigen nennt, ist hier klar im Vorteil. Schließlich ist bei einer Raumhöhe von gut drei Metern einiges mehr an Stauraum möglich als in einem Neubau. Gerade in der Küche oder im Schlafzimmer bietet es sich an, Schränke bis an die Decke zu montieren. Die Küchenmaschine hat ihren Einsatz schließlich nicht jeden Tag und wenn die Wintergarderobe während der Sommermonate ganz oben verstaut wird, führt das nicht zu täglichen Gymnastikübungen. Lösungen die bis an die Decke reichen beruhigen obendrein das Auge.

Im Vorraum darf es mit schweren Möbeln dafür spärlich sein. Einzelne Wandhaken als Garderobe sehen nicht nur witzig aus, sondern auch leicht. Wer auch hier den Platz in der Höhe nutzen will, ist mit einzelnen Regalen besser beraten, damit es nicht erdrückend wirkt.

Heimkino trifft Wohlfühlzone

Ein Wohnzimmerschrank in dem irgendwo Platz für einen Fernseher gelassen wurde, ist Schnee von vorgestern und nimmt uns nicht nur wertvollen Platz weg. Elegante und stylishe Lösungen geschehen an der Wand. Fernseher sind mittlerweile so schlank, dass sie mit Halterungen direkt und sicher hängend montiert werden können. Wer zusätzlich den Kabelsalat verstecken möchte, kann den Fernseher auf Paneelen montieren und diese mit etwas Abstand an der Wand. Vielleicht das Holz noch in einer kräftigen Farbe montieren oder links und rechts Kerzenhalter – fertig ist der Hingucker.

Ins Wohnzimmer darf auch gerne ein Eyecatcher, der sich von der restlichen Einrichtung richtig abhebt. Teppiche in wilden Mustern bieten sich dafür hervorragend an oder auch eine extravagante Leselampe. Je bunter und ausgefallener desto besser. Obendrein hebt es unserer Laune – jedes Mal, wenn wir das Teil ansehen oder davon erzählen.